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Die Wende

 

 

Pläne sind zum Ändern da.

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Das ist 2025 mein neuer Leitsatz geworden. 
Ich habe die letzten 30 Jahre über versucht, alles im Voraus zu planen und bis ins kleinste Detail zu kontrollieren, obwohl damals schon klar war, dass das im Leben so nicht funktioniert. All das hab ich aus purer Angst getan. Kontrolle war für mich ein Mittel zur Kompensation und half mir dabei, meine Angst ins Unterbewusstsein zu verdrängen.

Mitte 2025 kamen dann meine psychischen Probleme in Form von Depressionen und Suizidgedanken einerseits unerwartet und andererseits sehr ungestümt wieder an die Oberfläche. 
Auf konservativ schulmedizinischem Weg war nach wie vor für mich keine Hilfe zu erwarten, also ging ich endgültig den Weg von alternativen Heilmethoden und sprengte meinen verkümmerten Horizont. 

Daraufhin zerbrach auf sehr hässliche Art und Weise meine Beziehung (sowie viele weitere Beziehungen), in die ich nicht mehr zu passen schien. 
Ich schrieb ein Buch und fand in meiner spirituellen Suche meinen Weg zu Gott. 
(Was ich bis dato niemals für möglich gehalten hätte.)

Ich begann eine Ausbildung zur Energieheilerin und versuchte das Chaos in meinem Leben auf neue Bahnen zu bekommen. 
Allerdings erfolglos.
Ich hatte noch immer nicht eingesehen, dass ein Leben in klassischen Schubladen und unserem sturen Angestellten-System nicht für mich vorgesehen war. 
Daraufhin wurde ich unerwartet gekündigt und von heute auf morgen mit meinen drei Pferden auf die Straße gesetzt. 

Doch wie Gott will, fand mich innerhalb einer Woche eine gute Zwischenlösung, in welcher ich mich jetzt auf meinem weiteren Weg neu orientieren darf. 

Ich fühle jeden Tag, das mich die meisten meiner bisherigen Mitmenschen für vollkommen bescheuert halten und das ist in Ordnung so. Ich verstehe euch. Ich war auch so.
Aber ich hab endlich gelernt, dass es richtig und falsch nur in unseren Köpfen gibt.
Ich nutze meine Erfahrungen, um gestärkt daraus hervorzugehen und als Vorbild zu dienen, dass es sich lohnt, sich selbst zu finden und kennen zu lernen und weiterzugehen, auch wenn kein Ziel in Sicht zu sein scheint. 

Ich habe 2025 als ein unheimlich grausames Jahr der Emotionen erlebt und bin dennoch dankbar für jede einzelne Sekunde, weil ich mag, was es aus mir gemacht hat. 

Unsere Gesellschaft wird einen Bruch erleben, weil Funktionalismus und Materialismus endgültig ausgedient haben. 
Eigentlich erlebt sie diesen Bruch längst. Corona war ein erster Paukenschlag, in denen viele feststellen durften, wie zerbrechlich ihre Sicherheit ist und wie wenig Halt sie in sich finden, wenn sie sich nicht mehr durch endlose To-Do-Listen ablenken können.
Danach haben wir gesehen, wie es um unser gesellschaftliches Miteinander wirklich gestellt ist und seitdem schauen wir weg. Wir benehmen uns wie ein Kind, das sich die Hände vor die Augen hält, um nicht entdeckt zu werden.
Es geht darum, wieder Balance zu finden und von den Verurteilungen und der Außenschau Abstand zu nehmen und nach Innen zu gehen. Dort warten nämlich die Ruhe und das Glück, das wir im Außen niemals langfristig finden werden. 

Wir blieben verhältnismäßig lange verschont mit größeren Krisen, damit wir uns dem Aufbau unserer Gesellschaft widmen konnten. 
Und nun befinden wir uns an einem Punkt, wo wir im Außen eine absolute Wohlstandsgesellschaft geworden sind und uns im Innen nicht leerer oder sinnloser fühlen könnten.
Wir sind auf materialistischem Höchstand und in spiritueller Hinsicht auf dem Level eines mittelalterlichen Neanderthalers.

Ein Leben aus Ablenkungen und Verpflichtungen sowie Spaltung und Missgunst, statt Selbstreflexion und Miteinander in Einheit. 

Im Jahr 2026 werden die Entwicklungen und die Emotionen nicht stoppen. 
Unsere Seelen werden immer lauter an den Türen kratzen und lange Verdrängtes wird sich seinen Weg an die Oberfläche bahnen. 

All dies ist nicht sinnlos, sondern folgt einer logischen Entwicklung. 

Erst wenn wir wieder bereit sind, stehen zu bleiben und uns mit uns Selbst zu konfrontieren, werden wir das Leben führen können, das wir uns immer gewünscht haben und für das wir hierher gekommen sind. 

Der Wandel wird nicht auf uns warten. Er vollzieht sich mit und ohne uns. 
Und jeder bestimmt selbst, wie er damit umgehen möchte.

So habe ich entschieden, mich nicht mehr zugunsten Anderer zu verstellen.
Ich habe entschieden, meine beste Freundin zu sein und Vertrauen in Gott zu finden, der mich fängt, egal wie lange mein freier Fall noch dauern wird. 

Das bedeutet nicht, dass ich bekloppt bin, sondern dass ich endlich verstanden haben, dass ich nichts außer meiner emotionalen Reaktion in meinem Leben wirklich kontrollieren kann. 
Sein Wille geschehe. Egal, ob du dabei gestresst und panisch bist oder ruhig und im Vertrauen. 

Wenn du wissen willst, wie ich das gemacht habe, dann lies meine Bücher oder schreib mir.  
Aber alles, was du wissen musst, wirst du wissen, wenn du dich zehn Minuten ohne jede Ablenkung mit dir selbst konfrontiert hast und dem Lärm in deinem Kopf und deinem Körper Aufmerksamkeit schenkst. 
Bist du wirklich du oder nur die Version, von der du glaubst, dass du sie sein musst?
Ist wirklich "alles gut" oder zwickt es vielleicht ganz schön, wenn du zur Ruhe kommst?
Lebst du aus Gewohnheit oder weil du es willst?


Wären wir alle ein bisschen wir selbst und individueller, würde es auch keine Exoten und Außenseiter mehr geben, weil wir alle uns zu uns bekennen würden.............................. Die Schubladen, die uns Sicherheit versprechen, sind eigentlich Käfige.
Wieso warten, bis man nicht mehr wegschauen kann, wenn man auch gleich hinschauen könnte?

Liebe Grüße und Bussi ;)